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Fußball: Waffenhandel

Düsseldorf. Der ehemalige FIFA-Funktionär Guido Tognoni erklärte am Montag auf auf einem Sportbusineß-Kongreß (SpoBiS) in Düsseldorf, wie die WM 2006 nach Deutschland kam: »Die Bundesregierung hat für das Gewinnen der Stimme eines saudi-arabischen Delegierten kurzfristig das Waffenembargo aufgehoben. Das ist publik und bekannt. Die Bundesregierung hat alles getan – und auch das getan –, um diese Stimme zu bekommen. Insgesamt war alles im Rahmen des mehr oder weniger Erlaubten. Bundeskanzler Gerhard Schröder (Foto) hat das damals richtig gut gemacht. Wie er die Daumen gehalten hat, obwohl er gewußt hat, wie es ausgeht.« Deutschland hatte 2000 im letzten Wahlgang eine Stimme mehr als Südafrika erhalten. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach wies Tognonis Darstellung zurück: »Das ist völliger Humbug, völliger Blödsinn.« Der Schweizer Jurist war von 1984 bis 2003 bei der FIFA, in den letzten drei Jahren als deren Marketingdirektor. Künftig sollten WM-Gastgeber seiner Ansicht nach ausgelost werden: »Was bei der letzten Vergabe abgelaufen ist, war schlecht für den Fußball. Da gab es zu viele Verwundete.« (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2011, Seite 16, Sport

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