Zum Inhalt der Seite

Weit entfernt

Anläßlich des heutigen 200. Geburtstags von Carl Richard Lepsius, dem Begründer der Ägyptologie in Deutschland, haben die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und das Deutsche Archäologische Institut zwei Tagungen veranstaltet; eine in Kairo (14.–16. 12.) und eine in Berlin (17.12.). In Kairo einigte man sich darauf, daß die ägyptische Perspektive und der besondere Charakter des deutschen Orientalismus bisher sehr vernachlässigt wurden. In Berlin war Ernst Osterkamp federführend, Akademiemitglied und Literaturwissenschaftler. Er resümierte: »Wir sind bisher noch weit davon entfernt, das Phänomen des literarischen Orientalismus auch nur annähernd in seinen Imaginationsformen, in seinen darstellerischen, gattungshistorischen, thematischen und ideengeschichtlichen Variationen und Schwerpunkten kartographiert zu haben.«

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!