-
10.12.2010
- → Inland
NRW-Linke und CDU streiten über DDR
Düsseldorf. Im Ältestenrat des Düsseldorfer Landtags
ist es zu einem Geschichtsstreit zwischen CDU und Linksfraktion
gekommen. Linke-Fraktionsgeschäftsführer Ralf Michalowsky
habe »der CDU vorgeworfen, für die Mauertoten und
Gefangenen in DDR-Gefängnissen verantwortlich zu sein, da der
damalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß
(CSU) 1983 einen Milliardenkredit an die DDR mit vermittelt
habe«, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer
der CDU-Landtagsfraktion, Armin Laschet, am Donnerstag. »Die
Täternachfolgepartei der SED im Landtag stellt die
Verhältnisse auf den Kopf«, behauptete er weiter. Die
Sitzung des Ältestenrats hatte am Mittwoch stattgefunden.
Michalowsky wies die Darstellung Laschets zurück. Er habe nur
angemerkt, Historiker müßten einmal erforschen, ob der
Milliardenkredit von Strauß zu einer
»Laufzeitverlängerung der DDR« beigetragen habe.
(dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland