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Ausgeblendete Musik

Dem »Dirigenten des Jahres 2010«, Ingo Metzmacher, fehlt zeitgenössische Musik an den Opernhäusern. »Es gibt so viele großartige Werke von Alban Berg, Leos Janacek oder Franz Schreker, die man verstärkt spielen sollte«, sagte der 53jährige Musiker am Mittwoch in Berlin. Mehr Verständnis für die Musik des 20. Jahrhunderts könne man nur wecken, »wenn man das Repertoire dieser Zeit auch regelmäßig zeigt und nicht als Rarität ab und zu mal aufführt«. Auch Musik aus der DDR schafft es nach Einschätzung des gebürtigen Hannoveraners viel zu selten auf die Spielpläne: »Es gab da wichtige Komponisten wie Paul Dessau, Friedrich Goldmann, Reiner Bredemeyer und andere. Es ist nicht richtig, die Musik der DDR heute einfach auszublenden.« (dapd/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2010, Seite 12, Feuilleton

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