-
08.12.2010
- → Feuilleton
Ein Institut für Rudolstadt
Zu Ehren der Schriftstellerin Inge von Wangenheim (1912–1993)
wird am Donnerstag in Rudolstadt ein Literaturinstitut
gegründet. Es soll regelmäßig einen Preis für
besondere literarische Verdienste um Humanismus und Frieden
vergeben, von den Nazis verbotene Werke sammeln sowie
Nachwuchsautoren ausbilden und deren Texte veröffentlichen.
Das teilte der Greifenverlag in Rudolstadt mit. Die Namenspatronin
des Instituts, Inge von Wangenheim, begann als
Piscator-Schauspielerin, trat 1931 der KPD bei und emigrierte 1933
in die Sowjetunion. Die Jahre im Exil beschrieb sie in Romanen,
Essays und Reiseberichten, darunter »Die Entgleisung«
oder »Reise ins Gestern«. Von 1961 bis 1974 lebte die
Schriftstellerin in Rudolstadt. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton