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Flüchtlinge in den Kosovo abgeschoben

Karlsruhe/Baden-Baden. Etwa 30 Flüchtlinge, die zumeist aus dem Kosovo stammen, sind am Donnerstag vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in ihre Herkunftsländer abgeschoben worden. Das bestätigte Walter Schlecht von der »Aktion Bleiberecht Freiburg« gestern auf jW-Nachfrage. Genaue Angaben über die Zahl der Menschen könne man nicht machen, sagte Schlecht. Allein über diesen Flughafen, den Baden-Airpark, seien aber in den letzten Jahren Tausende Menschen mit polizeilicher Gewalt auf den Balkan abgeschoben worden. Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Abschiebepolitik der Bundesregierung und forderten einen sofortigen Stopp der Ausweisungen. Der Republikanische Anwaltsverein erinnerte an die Verantwortung angesichts der Verfolgung und der Vernichtung von 500000 Angehörigen der Romaminderheiten während der Nazizeit. Die Initiative »Grenzenlos Karlsruhe« kritisierte, daß die BRD mit der Abschiebung von Minderjährigen gegen die UN-Kinderrechtskonvention verstößt. Pax Christi betonte, daß erst der völkerrechtswidrige Krieg 1999 gegen Jugoslawien zur Flucht von 200000 Roma geführt habe. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.11.2010, Seite 5, Inland

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