Zum Inhalt der Seite

Betrugsfall bei »Claims Conference«

New York. In den USA haben sich rund 5500 Menschen als Holocaust-Überlebende ausgegeben, um deutsche Entschädigungen zu erhalten. Insgesamt seien 42 Millionen Dollar (30.1 Millionen Euro) an vermeintliche Opfer des Nationalsozialismus geflossen, teilte die New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft am Dienstag mit. Im Zusammenhang mit dem Betrug wurden demnach 17 Verdächtige, mehrheitlich russischer Herkunft, festgenommen. Sechs der Verdächtigen gehörten der New Yorker Organisation »Claims Conference« an, die sich um die Hilfe für Naziopfer im Zweiten Weltkrieg kümmert.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!