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Blues im Aschenbecher

Unter dem Motto »Wir holen die Aschenbecher wieder raus« haben Restaurant- und Barbesitzer in Griechenland am Montag eine Protestaktion gegen das Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen begonnen. Die Entscheidung, gegen das Gesetz zu handeln und die Aschenbecher in den Lokalen wieder auf die Tische zu stellen, sei von den 152 Verbänden der Vereinigung der Restaurants und Bars »einstimmig« getroffen worden, sagte der Chef der Vereinigung, Jannis Tsakos, dem Radiosender Flash. Das seit dem 1. September geltende Verbot füge der Gastronomie, die durch die Wirtschaftskrise ohnehin ein Drittel ihrer Gäste verloren habe, zusätzlichen Schaden zu, sagte Tsakos. »Wenn Tabak so schädlich ist, warum wird er dann legal angebaut, exportiert und verkauft?» Griechenland ist der zweitgrößte Tabakexporteur Europas. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung sind Raucher, der durchschnittliche Jahreskonsum liegt bei fast 3000 Zigaretten pro Person. Erwischte Raucher müssen zwischen 50 und 500 Euro Strafe zahlen, erwischte Gastwirte mit Geldbußen zwischen 500 und 10000 Euro oder sogar der Schließung ihres Lokales rechnen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2010, Seite 12, Feuilleton

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