Zum Inhalt der Seite

65000 Schüler ohne Abschluß

Gütersloh. Bundesweit erreichten 65000 Schulabgänger (7,5 Prozent) 2008 keinen Abschluß. Das geht aus einer am Freitag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Dabei sei der Anteil der Jugendlichen ohne Hauptschulzeugnis an der gleichaltrigen Bevölkerung in den östlichen Bundesländern deutlich höher als in den alten Ländern. So verläßt jeder zehnte Jugendliche in Brandenburg die Schule ohne Hauptschulabschluß. Das seien fünf Prozentpunkte mehr als in Baden-Württemberg, das den niedrigsten Anteil aufweist. Schlußlicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit fast 18 Prozent. Der Hauptschulabschluß gilt als Mindestvoraussetzung für eine Lehre.

Besonders alarmierend ist der Studie zufolge die Situation von Förderschülern, von denen je nach Bundesland 57 bis 97 Prozent keinen Hauptschulabschluß erreichten. »Das Aussortieren und die getrennte Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf erzielt nur unzureichende Lernerfolge«, schlußfolgerte Jörg Dräger, für Bildung zuständiges Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung. Nötig sei daher der konsequente Umbau in Richtung inklusive Schule«, sagte er. Gemeinsames Lernen nütze sowohl starken als auch schwachen Schülern. (dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 09.10.2010, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!