Zum Inhalt der Seite

Staatsanwaltschaft sichtet Akten

Potsdam. Im Fall des Verkaufs der Krampnitz-Kasernen in Potsdam sichtet die Staatsanwaltschaft jetzt auch Grundbuchakten. Man befinde sich im »Vorprüfverfahren«, erklärte ein Sprecher am Dienstag abend. Bereits vor einigen Wochen bereitgestellte Akten des Finanzministeriums seien inzwischen geprüft und würden jetzt ausgewertet. Zudem sollten sie mit den Akten des Grundbuchamtes abgeglichen werden. Danach werde entschieden, ob Ermittlungen eingeleitet werden. Der Verkauf der Krampnitz-Kasernen sowie die Privatisierung der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG) fallen in die Verantwortung des früheren Finanzministers Rainer Speer (SPD). Beide sollen vom Land unter Wert veräußert worden sein. Der in der vergangenen Woche als Innenminister Brandenburgs zurückgetretene SPD-Politiker Speer wehrt sich seit Wochen gegen den Vorwurf der Vetternwirtschaft. Die Opposition will die Vorgänge um den Verkauf des Kasernengeländes und die Privatisierung der BBG in einem Untersuchungsausschuß beleuchten.

(dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.09.2010, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage