Warschau. Beim Absturz der polnischen Präsidentenmaschine im
April in Rußland haben mehr als ein Dutzend Faktoren eine
Rolle gespielt. Das erklärte der polnische Luftfahrtexperte
Edward Klich am Dienstag in einem Interview der Zeitung Gazeta
Wyborcza. Für die meisten Dinge sei die polnische Seite
verantwortlich, so die Ausbildung der Piloten, die Vorbereitung des
Fluges und die Bereitschaft, gegen Regeln zu verstoßen. Bei
dem Absturz kamen Präsident Lech Kaczynski und 95 weitere
Personen ums Leben. Die Entscheidung der Besatzung, in dichtem
Nebel eine Landung in Smolensk zu versuchen, sei
»irrational« gewesen, sagte Klich. Er war von der
polnischen Regierung beauftragt worden, die russischen Ermittlungen
zu dem Absturz zu verfolgen.
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