Dresden/Bad Schlema. Die rechtsextreme NPD plant offenbar für
den 6. November einen Bundesparteitag im erzgebirgischen Bad
Schlema. Alle derzeitigen Informationen sprächen dafür,
daß die Partei dort über die geplante Fusion mit der DVU
abstimmen wolle, sagte die Sprecherin für anitfaschistische
Politik der sächsichen Linksfraktion, Kerstin Köditz. Der
Bürgermeister von Bad Schlema, Jens Müller (parteilos),
bestätigte auf dapd-Anfrage, daß die NPD einen Antrag
für einen Parteitag gestellt habe. Dieser solle im
Gemeindesaal stattfinden. Die Gemeinde habe daraufhin allerdings
die Nutzungsordnung für den Saal geändert und
Parteiveranstaltungen grundsätzlich verboten. Zur
endgültigen Klärung des Falls liege das Verfahren nun
beim Landratsamt des Erzgebirgskreises. Ein Sprecher der
NPD-Bundespartei bestätigte auf dapd-Anfrage, daß
für das erste Wochenende im November ein Sonderparteitag
für die Fusion mit der DVU geplant sei. Genaue Angaben
über den Ort der Veranstaltung machte er nicht.Unterdessen
wurde der sächsischen NPD untersagt, am 3. Oktober eine
Veranstaltung im Dresdner Landtag durchzuführen. Grund
für das Hausverbot: Beim Antrittsbesuch von
Bundespräsident Christian Wulff hatten die NPD-Abgeodneten
Anfang September im Landtag versucht, mit Zwischenrufen und
Plakaten zu stören, die sich auf den früheren
Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin bezogen.
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!