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Foodwatch kritisiert Lebensmittelbranche

Essen. Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch wirft der Lebensmittelindustrie eine Mitschuld an der zunehmenden Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen vor. Die Konzerne betrieben »Körperverletzung durch irreführende Werbung«, sagte Foodwatch-Chef Thilo Bode im Gespräch mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Montag-Ausgaben). Bode nannte es »pervers«, daß Unternehmen wie Ferrero während der Fußball-WM Schokosüßigkeiten mit der »Extra-Portion Milch« angepriesen und Kindern bei 500 gekauften Riegeln ein kostenloses Trikot versprochen hätten. Diese Menge entspreche 5,5 Kilo Zucker und soviel Fett, wie in 18 Päckchen Butter stecken, sagte Bode. »So richtig dreist wird es, wenn der Hersteller gleichzeitig noch das Deutsche Sportabzeichen sponsert.« Die Gesundheitskosten, die in Deutschland durch die Folgen falscher Ernährung verursacht werden, betrügen inzwischen 70 Milliarden Euro pro Jahr.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.09.2010, Seite 5, Inland

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