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Stuttgart: Gespräche nur bei Baustopp

Stuttgart. Das Aktionsbündnis der »Stuttgart 21«-Gegner sieht keine Basis mehr für die geplante gemeinsame Informationsplattform mit den Trägern des Bahnprojekts. Bündnissprecher Gangolf Stocker sagte am Montag in Stuttgart, weitere Gespräche und Diskussionsforen seien nur möglich, wenn die Abrißarbeiten ausgesetzt würden. Der frühere Daimler-Chef Edzard Reuter forderte indes für das Bahnprojekt »Stuttgart 21« einen Baustopp von mindestens ein oder zwei Monaten. »Die Antwort darf doch nicht sein: Basta, wir schaffen jetzt Fakten«, sagte Reuter dem Berliner Tagesspiegel (Montagausgabe). Eine Aussetzung wäre für ihn ein Zeichen von »demokratischem Verantwortungsbewußtsein«, sagte Reuter weiter. Ein »wesentlicher Teil der Bevölkerung« komme zu dem Schluß, daß viele neue Fakten gegen das Projekt sprächen. Das Problem sei, daß Stuttgart 21 »immer teurer und immer teurer« werde, den Menschen aber etwas anderes versprochen worden sei. Reuter gehört auch zu den mehr als 54000 Unterzeichnern des »Stuttgarter Appells«, in dem ein Baustopp und eine Bürgerbefragung für das Milliardenprojekt gefordert werden.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.09.2010, Seite 4, Inland

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