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Katyn

Rußland hat Polen erneut Dokumente zu der Hinrichtung von 22000 Polen durch die sowjetische Geheimpolizei in dem Ort Katyn während des Zweiten Weltkriegs übergeben. Ein Vertreter der russischen Generalstaatsanwaltschaft händigte der polnischen Botschaft in Moskau am Donnerstag 20 Ordner mit Materialien zu dem Massaker im Jahr 1940 aus. Die Papiere enthalten der russischen Agentur Interfax zufolge unter anderem Totenscheine und Protokolle von Befragungen polnischer Soldaten. Rußlands Staatschef Dmitri Medwedew übergab Polens Staatschef Bronislaw Komorowski bereits im Mai 67 Ordner mit Dokumenten zu dem Massaker. Die beiden Länder bemühen sich demonstrativ um Annäherung, seitdem Anfang April der polnische Präsident Lech Kaczynski, seine Frau und 94 weitere Insassen beim Absturz seiner Präsidentenmaschine im Westen Rußlands verunglückten. Sie waren auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung in Katyn. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2010, Seite 13, Feuilleton

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