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Aktivist wollte Fanal setzen

Frankfurt/Main. Ein Aktivist der »Bewegung Morgenlicht« hat vor dem Frankfurter Landgericht ein umfassendes Geständnis abgelegt. »Ich wollte durch spektakuläre Aktionen ein Fanal setzen«, sagte der arbeitslose Diplombetriebswirt am Donnerstag. Dem 50jährigen wird vorgeworfen, von Oktober 2009 bis Februar 2010 im Rhein-Main-Gebiet fünf Brände gelegt zu haben. Damit habe er das ungerechte Wirtschaftssystem kritisieren wollen, rechtfertigte sich der Hartz-IV-Bezieher. Er habe bei allen Anschlägen stets die Sicherheit der Bevölkerung im Blick gehabt. »Ich wollte ausschließen, daß Menschen persönlich verletzt oder getötet werden.« Die Attacken richteten sich gegen zwei Bankfilialen, eine Zeitarbeitsfirma und die Filiale einer Drogeriekette.

Außerdem wird dem Mann vorgeworfen, im Januar eine Rohrbombenattrappe an den damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) geschickt zu haben. Nach seinen Anschlägen hatte der Angeklagte unter dem Namen »Bewegung Morgenlicht« Bekennerschreiben an verschiedene Zeitungsredaktionen verschickt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2010, Seite 4, Inland

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