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MDR: Geheime Tests an DDR-Bürgern
Plauen. Nach dem Bekanntwerden angeblicher geheimer
Medikamententests von Westfirmen an Patienten in der DDR will das
betroffene Helios-Klinikum im sächsischen Plauen den
Vorwürfen auf den Grund gehen. Helios-Sprecher Johann Peter
Prinz sagte am Donnerstag auf ddp-Anfrage, man sei erst durch die
Medienberichte auf dieses Thema gestoßen und werde jetzt
eigene Recherchen anstellen.
Das MDR-Magazin »Exakt« hatte unter Berufung auf Akten des DDR-Gesundheitsministeriums berichtet, daß in der DDR nicht nur, wie zunächst angenommen, in Berlin, sondern auch in anderen Bezirken westliche Pharmafirmen mit nicht zugelassenen Medikamenten Versuche vorgenommen hätten. So wurde angeblich 1989 einer Frau im Klinikum Plauen das Antidepressivum Brofaromin des Herstellers Ciba Geigy verabreicht. Das Medikament hatte aber starke Nebenwirkungen, so daß die Behandlung abgesetzt werden mußte. Angeblich soll es bei den Testreihen auch Todesfälle gegeben haben. (ddp/jW)
Das MDR-Magazin »Exakt« hatte unter Berufung auf Akten des DDR-Gesundheitsministeriums berichtet, daß in der DDR nicht nur, wie zunächst angenommen, in Berlin, sondern auch in anderen Bezirken westliche Pharmafirmen mit nicht zugelassenen Medikamenten Versuche vorgenommen hätten. So wurde angeblich 1989 einer Frau im Klinikum Plauen das Antidepressivum Brofaromin des Herstellers Ciba Geigy verabreicht. Das Medikament hatte aber starke Nebenwirkungen, so daß die Behandlung abgesetzt werden mußte. Angeblich soll es bei den Testreihen auch Todesfälle gegeben haben. (ddp/jW)
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