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Bischof Zollitsch wird nicht angeklagt

Konstanz/Freiburg. Die Ermittlungen gegen den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch wegen Beihilfe zum sexuellen Mißbrauch sind eingestellt worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Konstanz, die das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Freiburg übernommen hatte, am Mittwoch mit. Ein mutmaßliches Opfer hatte den katholischen Geistlichen wegen Beihilfe zum sexuellen Mißbrauch angezeigt. Zollitsch soll als Personalreferent 1987 die Anstellung eines Paters veranlaßt haben, obwohl von diesem bekannt gewesen sei, dass er sexuelle Übergriffe begangen habe. Der Erstatter der Anzeige soll in den 60er Jahren von einem Pater im Kloster Birnau im Erzbistum Freiburg mißbraucht worden sein. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2010, Seite 5, Inland

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