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19.07.2010
- → Feuilleton
World of Älterwerden
Interaktive Onlinespiele wie »World of Warcraft«
sollten nach Ansicht von Mainzer Forschern wegen ihres
Suchtpotentials eine höhere Altersgrenze haben. Das Spiel sei
sehr gefährlich für Heranwachsende, weshalb die bisherige
Altersfreigabe von zwölf Jahren nicht ausreiche, sagte der
Leiter der ersten deutsche Ambulanz für Spielsucht am
Universitätsklinikum Mainz, Klaus Wölfling, der
Verbraucherzeitschrift Guter Rat. Er forderte eine Altersgrenze von
mindestens 16 Jahren. Insbesondere »World of Warcraft«
übe »besonders auf Jugendliche eine starke Sogwirkung
aus«, glaubt Wölfling. »Die Spieler finden
Anerkennung und virtuelle Freunde in Gilden. Viele schaffen es dann
nicht mehr aufzuhören«, warnte Wölfling. Bisher
prüft die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)
Computerspiele nur nach Kriterien wie Gewaltdarstellung,
Geschwindigkeit oder Angst machenden Faktoren. Wölfling
forderte, daß auch das Suchtpotential eines Spiels generell
ein zu prüfendes Kriterium sein müsse. »Mit gutem
Grund sind ja auch Glücksspiele erst ab 18 Jahren erlaubt:
weil die Gefahr groß ist, nicht mehr davon
loszukommen.«
(ddp/jW)
(ddp/jW)
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