-
16.07.2010
- → Feuilleton
Hier ein Bringer
Der Berliner Senat will die Räumung des Kulturhauses Tacheles
noch verhindern. Kulturstaatssekretär André Schmitz
sagte am Donnerstag im RBB-Inforadio, er versuche, Kontakt zu den
Zwangsvollstreckern aufzunehmen: »Ich denke, man muß
hier reden und deutlich machen, daß Kultur nicht nur ein
Schmarotzer ist, sondern daß Kultur hier ein Bringer
ist.« Eine Zwangsräumung von Teilen der Freifläche
hinter dem Haus war am Mittwoch vorerst abgewendet worden.
Geräumt werden soll weiterhin. Die mehrheitlich den
Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH
Nordbank will das Grundstück versteigern. Hintergrund sind
offene Forderungen an eine Immobiliengesellschaft. Um die mehr als
70 Millionen Euro einzutreiben, hat die Bank die Zwangsverwaltung
und Versteigerung des Areals beim Amtsgericht Mitte beantragt. Das
Tacheles beherbergt Ateliers, Werkstätten, Konzerträume
und ein Kino. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
