Zum Inhalt der Seite

Hier ein Bringer

Der Berliner Senat will die Räumung des Kulturhauses Tacheles noch verhindern. Kulturstaatssekretär André Schmitz sagte am Donnerstag im RBB-Inforadio, er versuche, Kontakt zu den Zwangsvollstreckern aufzunehmen: »Ich denke, man muß hier reden und deutlich machen, daß Kultur nicht nur ein Schmarotzer ist, sondern daß Kultur hier ein Bringer ist.« Eine Zwangsräumung von Teilen der Freifläche hinter dem Haus war am Mittwoch vorerst abgewendet worden. Geräumt werden soll weiterhin. Die mehrheitlich den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH Nordbank will das Grundstück versteigern. Hintergrund sind offene Forderungen an eine Immobiliengesellschaft. Um die mehr als 70 Millionen Euro einzutreiben, hat die Bank die Zwangsverwaltung und Versteigerung des Areals beim Amtsgericht Mitte beantragt. Das Tacheles beherbergt Ateliers, Werkstätten, Konzerträume und ein Kino. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!