Zum Inhalt der Seite

Prost, Nobelpreis

Ein neues Modegetränk, das angeblich den Alkoholspiegel im Blut rascher abbaut, sorgt in Frankreich für Aufsehen: Das kohlensäurehaltige Getränk »Outox«, das ab Freitag in orangen Dosen mit schwarzem Schriftzug vertrieben wird, erregt den Unmut insbesondere von Anti-Alkohol-Vereinigungen und Lebensmittelprüfern. »Wenn jemand ein Produkt erfinden würde, das den Blutalkohol absenkt, hätte er den Nobelpreis verdient«, witzelte am Dienstag der Präsident der Vereinigung gegen Alkohol- und Drogenmißbrauch, Alain Rigaud. Kritiker befürchten, daß insbesondere Jugendliche sich verleiten lassen könnten, Alkohol zu trinken und danach dennoch Auto zu fahren. Die französische Lebensmittel-Aufsichtsbehörde will »Outox« genau unter die Lupe nehmen, so wie sie 2006 ein ähnliches Modegetränk namens »Security Feel Better« – erst verboten und dann nur noch als »Anti-Kater-Mittel« zugelassen hatte. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2010, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!