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Aufenthaltserlaubnis gegen Schmiergeld

Wuppertal. Ein früherer leitender Beamter der Wuppertaler Ausländerbehörde hat gestanden, gegen Schmiergelder in sechsstelliger Höhe Aufenthaltsgenehmigungen an Ausländer erteilt zu haben. Zwischen 2007 und 2009 habe er 130000 Euro kassiert und dafür in 18 Fällen Aufenthaltsgenehmigungen erteilt oder Abschiebungen verhindert, gab der 57jährige Angeklagte am Mittwoch beim Prozeßauftakt vor dem Wuppertaler Landgericht zu. Laut Staatsanwaltschaft sind die angeklagten Fälle nur die Spitze des Eisbergs. Überprüft worden seien 140 Vergehen, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Jedoch werde nur ein geringer Teil gerichtlich aufgerollt, um das Verfahren nicht zu sprengen. Bei rund 100 Personen komme jetzt die Entziehung der Aufenthaltsgenehmigung in Betracht. Für den Prozeß sind bis 10. Juni drei Verhandlungstage angesetzt. Dem Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2010, Seite 5, Inland

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