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Bauwirtschaft droht Fachkräftemangel

Frankfurt am Main. Den deutschen Baubetrieben droht in den nächsten Jahren ein Fachkräftemangel. Die Zahl der Beschäftigten, die in den Ruhestand gingen, würde nicht durch eine ausreichende Anzahl an neuen Auszubildenden ausgeglichen, teilte die Gewerkschaft IG BAU am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. »Die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse liegt jährlich bei rund 11300, obwohl rund 18000 neue Facharbeiter Jahr für Jahr benötigt werden. Die Bauwirtschaft tut eindeutig zu wenig, um hier gegenzusteuern«, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der IG BAU, Dietmar Schäfers. Der Fachkräftemangel sei eindeutig »hausgemacht«. Während 1995 noch 36 Prozent der Baubetriebe ausgebildet hätten, seien dies im vergangenen Jahr nur noch 21 Prozent gewesen, so Schäfers. Zudem werde das Potential arbeitsloser Fachkräfte nicht ausreichend für Neueinstellungen genutzt. Die Attraktivität der Bauwirtschaft müsse außerdem durch bessere Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote gesteigert werden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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