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22.05.2010
- → Feuilleton
Einer für alle
Am 8. Juni beginnt in Paris der Prozeß gegen den
Aktienhändler Jérôme Kerviel, der seine
frühere Bank Société Générale mit
nicht genehmigten Spekulationsgeschäften um 4,9 Milliarden
Euro gebracht haben soll. Kerviel muß sich u. a. wegen
Vertrauensbruchs verantworten. Ihm drohen fünf Jahre Haft. Am
Freitag erklärte der 33jährige, er habe »keine
Skrupel« gehabt, etwa kleine Firmen durch Spekulationen
»runterzuziehen«. Aber das sei nichts Besonderes
gewesen. »Wir haben das alle gemacht, wir waren darauf
trainiert, wir wurden dafür bezahlt.« (AFP/jW)
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