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Einer für alle

Am 8. Juni beginnt in Paris der Prozeß gegen den Aktienhändler Jérôme Kerviel, der seine frühere Bank Société Générale mit nicht genehmigten Spekulationsgeschäften um 4,9 Milliarden Euro gebracht haben soll. Kerviel muß sich u. a. wegen Vertrauensbruchs verantworten. Ihm drohen fünf Jahre Haft. Am Freitag erklärte der 33jährige, er habe »keine Skrupel« gehabt, etwa kleine Firmen durch Spekulationen »runterzuziehen«. Aber das sei nichts Besonderes gewesen. »Wir haben das alle gemacht, wir waren darauf trainiert, wir wurden dafür bezahlt.« (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.05.2010, Seite 13, Feuilleton

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