Vorne die Deutschen
Die afroamerikanische Schauspielerin und Jazzsängerin Lena
Horne ist am Sonntag im Alter von 92 Jahren in einem New Yorker
Krankenhaus gestorben. Ihre Darbietung des Titelsongs im Mucical
»Stormy Weather«, in dem nur Afroamerikaner auftraten,
machte sie 1943 berühmt. Zwei Jahre später sang sie in
einem US-Militärlager für Kriegsgefangene. Deutsche
Insassen durften in die ersten Reihen. Den schwarzen US-Soldaten
waren die hinteren Plätze zugewiesen worden. Horn hat diesen
Auftritt später oft erwähnt. Im August 1963 war sie beim
»March on Washington for Jobs and Freedom«, bei dem
Martin Luther King Jr. »I have a dream ...« rief. Sie
wurde zu einer prominenten Antirassistin. 1970/71 starben kurz
nacheinander Vater, Sohn und Ehemann. Horne zog sich lange
zurück. »Als ich wieder auf die Bühne kam«,
sagte sie nach dem Comeback, »fing das Leben für mich
wieder an«. (apn/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
