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Benediktiner zahlen nicht in Fonds ein

München. Das Kloster Ettal und 26 weitere Benediktinerabteien in Deutschland werden sich an einem nationalen Entschädigungsfonds für Mißbrauchsopfer nicht beteiligen. Sie seien jedoch bereit, Therapien zu bezahlen und in Einzelfällen auch Entschädigung zu leisten, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Montag von der Erzabtei St. Ottilien veröffentlicht wurde. Es sei »nicht angebracht«, sich an einem nationalen Entschädigungsfonds zu beteiligen. Aufgabe der Klöster sei es, sich Zeit zu nehmen, zuzuhören sowie die Geschädigten um Verzeihung zu bitten und ihnen seelsorgerisch zu helfen.

In Ettal wurden einem Sonderermittler zufolge von 1953 bis in die jüngste Vergangenheit weit mehr als 100 Internatsschüler brutal mißhandelt, einige davon auch sexuell. Als Täter wurden 15 Mönche benannt, darunter auch ein ehemaliger Abt. (apn/ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2010, Seite 4, Inland

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