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20.03.2010
- → Inland
Kundus-Entschädigungen lassen auf sich warten
Bremen. Wie der Bremer Weser-Kurier am Freitag vorab meldete, hat
die Bundesregierung sich noch nicht auf Entschädigungen wegen
des Nato-Bombardements am afghanischen Kundus-Fluß
festgelegt. Nach Informationen der Zeitung sind die Verhandlungen
zwischen dem Bremer Rechtsanwalt Karim Popal und dem
Verteidigungsministerium in Bonn nach drei Stunden auf den 31.
März verschoben worden. Popal bezeichnete die Gespräche
als »sehr konstruktiv und zielorientiert«. Verhandelt
wird über die Finanzierung von Hilfsprojekten für die
afghanischen Hinterbliebenen im Rahmen von sechs bis sieben
Millionen Euro. Durch das vom deutschen Oberst Georg Klein
befohlene Bombardement auf zwei Tanklaster am 4. September sind
über 140 Menschen gestorben. (jW)
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