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Eindeutig

Anläßlich der Leipziger Buchmesse fordert der Verband deutscher Schriftsteller wichtigtuerisch mehr Beachtung für den Urheberrechtsschutz, dem Lieblingsthema konservativer Kreise. »Wenn ein Plagiat als preiswürdig erachtet wird, wenn geistiger Diebstahl und Verfälschungen als Kunst hingenommen werden, demonstriert diese Einstellung eine fahrlässige Akzeptanz von Rechtsverstößen im etablierten Literaturbetrieb«, heißt es in der am Montag veröffentlichten »Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums«. Das Papier haben unter anderem Günter Grass, Erich Loest, Friedrich Schorlemmer und Christa Wolf unterzeichnet. Nicht aber der Kinderstar Helene Hegemann, dessen gut geschriebener und nur sehr wenig abgeschriebener Semi-Skandalroman »Axolotl Roadkill« für den Leipziger Buchpreis nominiert ist. Der Verband deutscher Schriftsteller fordert alle Beteiligten im Literaturbetrieb auf, »geistigen Diebstahl eindeutig zu verurteilen«. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.03.2010, Seite 13, Feuilleton

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