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Ostdeutsche für Hartz-Arbeitspflicht

Berlin. Zwei von drei Ostdeutschen befürworten eine Arbeitspflicht für Hartz-IV-Bezieher. Nach einer am Dienstag vorab veröffentlichten repräsentativen Umfrage für die Zeitschrift Super Illu fordern 69 Prozent der Befragten, daß alle gesunden Empfänger der staatlichen Sozialleistung eine gemeinnützige Arbeit verrichten sollten. 26 Prozent lehnen eine Arbeitsverpflichtung ab, fünf Prozent machten keine Angaben. Jeder Zweite (49 Prozent) meinte laut Umfrage, es sei gut, daß FDP-Chef Guido Westerwelle »den Finger in die Wunde legt; der Sozialstaat ufert aus, und das auf Kosten derjenigen, die noch arbeiten«. Dagegen finden 40 Prozent die Debatte »abstoßend«, weil Westerwelle damit »Arbeitslose und Arbeitnehmer gegeneinander auszuspielen versucht«. Von SPD- und Linkspartei-Wählern im Osten kritisieren jeweils 55 Prozent Westerwelle, jeweils 35 Prozent unterstützen ihn.

48 Prozent der Befragten lehnen eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze ab, 42 Prozent fordern eine deutliche Anhebung.
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(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2010, Seite 4, Inland

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