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Atomkraft: Röttgen will Neuberechnung

Hamburg. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) will den zukünftigen Bedarf an Atomkraft mit Hilfe von Energieszenarien errechnen lassen. »Wir brauchen nicht mehr Kernenergie, aber wir brauchen sie wahrscheinlich noch etwas länger als die willkürliche Festlegung durch Rot-Grün«, sagte Röttgen am Montag. Grundprinzip des Ausstiegs sei das »dynamische Ersetzen«: Die Kernkraftwerke würden so lange laufen, bis der Ausbau der erneuerbaren Energien sie überflüssig machte. Konkrete Zahlen zur Laufzeitverlängerung will Röttgen erst nennen, wenn mögliche »Ausbaupfade der Ökoenergien« feststehen.

Grundlage der Überlegungen würden Energieszenarien sein, die Röttgen gemeinsam mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) in den nächsten Wochen berechnen lassen werde. Presseberichten zufolge haben Röttgen und Brüderle bei der Laufzeitverlängerung unterschiedliche Vorstellungen: Während der Umweltminister diese auf acht Jahre begrenzen wolle, wolle sein Kollege im Wirtschaftsressort auch die Varianten 15 bis 20 Jahre prüfen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.01.2010, Seite 4, Inland

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