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Hochtief pokert in Hamburg

Hamburg. Die Hamburger Elbphilharmonie wird möglicherweise später fertig als geplant. Der Baukonzern Hochtief habe in einem Schreiben an die Stadt mitgeteilt, daß sich die Eröffnung des Konzerthauses um bis zu ein Jahr verzögern könnte, sagte ein Sprecher der Hamburger Kulturbehörde am Donnerstag auf Anfrage. Medienberichten zufolge wird das Schreiben von der Stadt als Drohung empfunden, um im Streit um die Kosten den Druck auf die Stadt zu erhöhen. Der Sprecher sagte, die Stadt gehe davon aus, daß es bei der geplanten Eröffnung im Mai 2012 bleibe. Hochtief hatte in den vergangenen Tagen Nachforderungen in Höhe von rund 22 Millionen Euro angemeldet. Zudem hatte das mit der Generalplanung beauftragte Architekturbüro 1,5 Millionen Euro mehr als vereinbart verlangt. Für sogenannte Einzelbudgets sollten weitere zwölf Millionen Euro fällig werden. Die Hamburgische Bürgerschaft hat bisher Kosten in Höhe von 323,5 Millionen Euro für die Elbphilharmonie bewilligt. Ursprünglich waren 77 Millionen Euro veranschlagt worden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2010, Seite 5, Inland

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