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IG BAU gegen Kinderarbeit

Frankfurt/Main. Die Gewerkschaft IG BAU will den massenhaften Einsatz von Grabsteinen aus Kinderarbeit auf deutschen Friedhöfen verbieten lassen. Ein großer Anteil der in Deutschland aufgestellten Steine stamme aus dem Ausland, insbesondere aus Indien, und werde in Steinbrüchen gehauen, »in denen ausbeuterische Kinderarbeit stattfindet«, kritisierte die IG BAU am Freitag in einer Mitteilung. Sie hat daher die Ministerpräsidenten der Bundesländer in einem Schreiben aufgefordert, die Aufstellung solcher Grabsteine zu verbieten.

Durch die Fertigung im Ausland würden auch »Arbeitsplätze in der Natursteinproduktion auf dem heimischen Arbeitsmarkt verdrängt«, erklärte IG-BAU-Vorstandsmitglied Andreas Steppuhn. Die Gewerkschaft verlangt eine entsprechende Änderung der kommunalen Friedhofssatzungen. Hierfür müßten die Landesregierungen jedoch gesetzliche Regelungen treffen, die den Gemeinden dies ermöglichten.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.01.2010, Seite 5, Inland

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