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Sobibor-Prozeß: Demjanjuk erkrankt

München. Im Prozeß gegen den mutmaßlichen Sobibor-Wachmann John Demjanjuk ist am Donnerstag erneut ein Verhandlungstag wegen des Gesundheitszustandes des Angeklagten ausgefallen. Der 89jährige habe sich am Morgen nicht wohlgefühlt, teilte eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft mit. Ursprünglich war die weitere Anhörung des Sachverständigen Dieter Pohl geplant. Der Historiker hatte sich bereits am Dienstag und Mittwoch zum Aufbau des NS-Vernichtungssystems in den besetzten Teilen Osteuropas, zur Rekrutierung von sowjetischen Kriegsgefangenen als Wachpersonal geäußert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem gebürtigen Ukrainer Demjanjuk Beihilfe zum Mord in 27900 Fällen vor. 1943 soll er im deutschen Vernichtungslager Sobib0r in Polen Juden in die Gaskammern getrieben haben. Der Prozeß soll am 19. Januar fortgesetzt werden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.01.2010, Seite 4, Inland

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