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Wasserball: Jungpionier trifft Pionierleiter

Von Klaus Weise
Berlin. Am Samstag empfangen die Wasserballer von Spandau 04 im Turnier um den LEN-Pokal die Rumänen von CSM Oradea. Es geht um den Halbfinaleinzug. Roland Freund, Teamarzt der Spandauer und des Nationalteams, nennt die Aufgabe »machbar«. Oradea sei aber »höchst unbequem«, und man brauche schon ein ordentliches Polster für das Rückspiel. »Zuhause werden die Rumänen von bis zu 2500 Zuschauern pausenlos nach vorne gepeitscht. Da sind sie eine Macht.« Der 125-Kilo-Mann kennt sich aus mit dem Gegner, bei dem drei Ungarn den Ton angeben und jede Menge rumänische Auswahlspieler assistieren. Freund, in den 80ern selbst einer der weltbesten Wasserballer, ist in Oradea aufgewachsen. Sein Vater, ein Sportlehrer, brachte ihn dort zum Wasserball. Ein Jahr vor der Ausreise der Familie in die BRD gewann Freund 1973 mit der A-Jugend des Vereins den ersten Landesmeistertitel der Vereinsgeschichte. »Da habe ich in einer Mannschaft mit dem heutigen Männertrainer gespielt, der jetzt mit seiner Truppe nach Berlin kommt. Das ist so, als träfen sich nach 37 Jahren Jungpionier und Pionierleiter wieder.« Auch wenn der Orthopäde heute noch regelmäßig in seine ehemalige Heimat reist, sind seine Sympathien am Samstag klar: »Ich bin Spandauer! Und das mit ganzem Herzen.«
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.01.2010, Seite 16, Sport

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