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15.01.2010
- → Sport
Wasserball: Jungpionier trifft Pionierleiter
Von Klaus Weise
Berlin. Am Samstag empfangen die Wasserballer von Spandau 04 im
Turnier um den LEN-Pokal die Rumänen von CSM Oradea. Es geht
um den Halbfinaleinzug. Roland Freund, Teamarzt der Spandauer und
des Nationalteams, nennt die Aufgabe »machbar«. Oradea
sei aber »höchst unbequem«, und man brauche schon
ein ordentliches Polster für das Rückspiel.
»Zuhause werden die Rumänen von bis zu 2500 Zuschauern
pausenlos nach vorne gepeitscht. Da sind sie eine Macht.« Der
125-Kilo-Mann kennt sich aus mit dem Gegner, bei dem drei Ungarn
den Ton angeben und jede Menge rumänische Auswahlspieler
assistieren. Freund, in den 80ern selbst einer der weltbesten
Wasserballer, ist in Oradea aufgewachsen. Sein Vater, ein
Sportlehrer, brachte ihn dort zum Wasserball. Ein Jahr vor der
Ausreise der Familie in die BRD gewann Freund 1973 mit der A-Jugend
des Vereins den ersten Landesmeistertitel der Vereinsgeschichte.
»Da habe ich in einer Mannschaft mit dem heutigen
Männertrainer gespielt, der jetzt mit seiner Truppe nach
Berlin kommt. Das ist so, als träfen sich nach 37 Jahren
Jungpionier und Pionierleiter wieder.« Auch wenn der
Orthopäde heute noch regelmäßig in seine ehemalige
Heimat reist, sind seine Sympathien am Samstag klar: »Ich bin
Spandauer! Und das mit ganzem Herzen.«
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