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11.01.2010
- → Inland
Notgroschen für Bundeswehropfer
Berlin. Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) hat
sich gegen hohe Geldzahlungen an einzelne Familien von zivilen
Opfern des Bombardements bei Kundus Anfang September ausgesprochen.
»Jede Form von Entschädigung sollte landestypisch sein
und keinen neuen Unfrieden säen«, sagte der Minister zu
Spiegel online. Eine mögliche Regelung des Vorfalls nach
europäischem oder US-amerikanischem Vorbild berge die Gefahr,
daß in der bettelarmen Region Kämpfe um das Geld
einsetzen könnten. Die Bundeswehr bemüht sich dem Bericht
zufolge derzeit um eine außergerichtliche Einigung. Am
Wochenende flog die Truppe den Bremer Anwalt Karim Popal, der die
afghanischen Familien von 137 Opfern vertritt, nach
Nordafghanistan. Ziel der Reise sei eine gemeinsame
»Lagefeststellung« gewesen. (AFP/jW)
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