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09.01.2010
- → Ausland
Kolumbien: Mörder in Uniform auf freiem Fuß
Bogotá. In Kolumbien wurden am Donnerstag 17
Militärangehörige, die in eine Entführung und
spätere Ermordung von drei Jugendlichen im Jahr 2008
verwickelt sind, auf freien Fuß gesetzt. Der zuständige
Richter ordnete die Freilassung an, nachdem die Höchstdauer
für die Untersuchungshaft abgelaufen war, ohne daß ein
Prozeßtermin festgelegt wurde. Die drei Jugendlichen aus der
Ortschaft Soacha im Departamento Cundinamarca waren im August 2008
von einer Person angesprochen worden, die ihnen Arbeit in anderen
Regionen des Landes anbot. Wenige Tage später wurden ihre
Leichen in Norte de Santander aufgefunden.
Die drei Unteroffiziere und 14 Berufssoldaten sollen die drei Jugendlichen verschleppt und umgebracht haben, um sie anschließend in Uniformen der kolumbianischen Guerilla zu stecken und sie als im Kampf getötete Rebellen zu präsentieren. Im vergangenen Jahr sagte der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Philip Alston, bei einem Besuch, diese Praxis außergerichtlicher Hinrichtungen sei in den vergangenen Jahren in Kolumbien zu einer »systematischen Praxis« geworden.
(PL/jW)
Die drei Unteroffiziere und 14 Berufssoldaten sollen die drei Jugendlichen verschleppt und umgebracht haben, um sie anschließend in Uniformen der kolumbianischen Guerilla zu stecken und sie als im Kampf getötete Rebellen zu präsentieren. Im vergangenen Jahr sagte der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Philip Alston, bei einem Besuch, diese Praxis außergerichtlicher Hinrichtungen sei in den vergangenen Jahren in Kolumbien zu einer »systematischen Praxis« geworden.
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