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08.01.2010
- → Feminismus
Kampagne für das Leben von Müttern
Berlin. Eine Kampagne unter dem Motto »Mutter werden. Ohne zu
sterben« will die Menschenrechtsorganisation Amnesty
International im März in Deutschland starten. Hintergrund ist
die extrem hohe Müttersterblichkeit in vielen insbesondere
afrikanischen Ländern. Laut Amnesty ist keines der sogenannten
Millenniumsziele der Vereinten Nationen weiter davon entfernt,
erreicht zu werden als jenes, die Müttersterblichkeit bis 2015
weltweit um drei Viertel zu senken. Die afrikanischen Länder
Sierra Leone und Burkina Faso werden im Mittelpunkt der Kampagne
stehen. Sierra Leone hat die höchste Müttersterblichkeit
weltweit: Jede achte Frau stirbt hier während einer
Schwangerschaft oder Geburt.
Unterdessen begann am Donnerstag Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) eine Afrika-Reise. Er besucht Ruanda, Mocambique und die Demokratische Republik (DR) Kongo. Aus diesem Anlaß machte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) auf die dramatische Gesundheitssituation, insbesondere von Frauen, in diesen Ländern aufmerksam. In Ruanda stirbt laut DSW eine von 16 Frauen bei Schwangerschaft und Geburt, in der DR Kongo sogar eine von 13. Die meisten dieser Todesfälle wären nach Angaben der Entwicklungshilfeorganisation vermeidbar, wenn die Geburten durch einen Arzt oder eine ausgebildete Hebamme betreut würden und wenn die Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln hätten. Niebel müsse sich vor Ort »dafür einsetzen, daß deutlich mehr in Gesundheitssysteme, Familienplanung und Frauengesundheit investiert wird«, forderte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. (jW)
Unterdessen begann am Donnerstag Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) eine Afrika-Reise. Er besucht Ruanda, Mocambique und die Demokratische Republik (DR) Kongo. Aus diesem Anlaß machte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) auf die dramatische Gesundheitssituation, insbesondere von Frauen, in diesen Ländern aufmerksam. In Ruanda stirbt laut DSW eine von 16 Frauen bei Schwangerschaft und Geburt, in der DR Kongo sogar eine von 13. Die meisten dieser Todesfälle wären nach Angaben der Entwicklungshilfeorganisation vermeidbar, wenn die Geburten durch einen Arzt oder eine ausgebildete Hebamme betreut würden und wenn die Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln hätten. Niebel müsse sich vor Ort »dafür einsetzen, daß deutlich mehr in Gesundheitssysteme, Familienplanung und Frauengesundheit investiert wird«, forderte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. (jW)
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