-
06.01.2010
- → Antifaschismus
Böhse-Onkelz-Sänger unter Verdacht
Frankfurt/Main. Nach einem schweren Verkehrsunfall mit Fahrerflucht
am Silvesterabend auf der A 66 bei Frankfurt am Main ermittelt die
Polizei gegen ein Mitglied der 2005 aufgelösten Rockband
Böhse Onkelz. Der Sänger Kevin Russell stehe unter
Verdacht, den Unfall verursacht und anschließend zu Fuß
geflüchtet zu sein, sagte eine Sprecherin der
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Montag. Der 45jährige sei am
Neujahrsmorgen in einem Nobelhotel festgenommen, dann aber gegen
50000 Euro Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Bei
dem Unfall waren zwei junge Männer lebensgefährlich
verletzt worden.Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge stand der
Sänger zum Tatzeitpunkt unter Drogeneinfluß. Die
Böhsen Onkelz hatten sich 1980 gegründet. Die Band stand
wegen früherer Songs, die Zeilen wie »Deutschland den
Deutschen« oder »Türken raus« enthielten, in
der Kritik. Trotz späterer Distanzierungsversuche wurde der
Combo eine anhaltende Nähe zum Rechtsextremismus vorgeworfen.
(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Antifaschismus
