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Böhse-Onkelz-Sänger unter Verdacht

Frankfurt/Main. Nach einem schweren Verkehrsunfall mit Fahrerflucht am Silvesterabend auf der A 66 bei Frankfurt am Main ermittelt die Polizei gegen ein Mitglied der 2005 aufgelösten Rockband Böhse Onkelz. Der Sänger Kevin Russell stehe unter Verdacht, den Unfall verursacht und anschließend zu Fuß geflüchtet zu sein, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Montag. Der 45jährige sei am Neujahrsmorgen in einem Nobelhotel festgenommen, dann aber gegen 50000 Euro Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Bei dem Unfall waren zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt worden.Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge stand der Sänger zum Tatzeitpunkt unter Drogeneinfluß. Die Böhsen Onkelz hatten sich 1980 gegründet. Die Band stand wegen früherer Songs, die Zeilen wie »Deutschland den Deutschen« oder »Türken raus« enthielten, in der Kritik. Trotz späterer Distanzierungsversuche wurde der Combo eine anhaltende Nähe zum Rechtsextremismus vorgeworfen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.01.2010, Seite 15, Antifaschismus

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