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19.12.2009
- → Schwerpunkt
Daimler Untertürkheim: Absichtserklärung
Im Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim sollen wegen der
Verlagerung der C-Klasse-Produktion aus der Fabrik im nahegelegenen
Sindelfingen keine Arbeitsplätze wegfallen. Das wurde nach
Angaben der Beschäftigtenvertretung vom Donnerstag per
Betriebsvereinbarung festgeschrieben. »Wir haben mit der
Werkleitung vereinbart, daß die Beschäftigung am
Standort Untertürkheim bis über das Jahr 2016 hinaus
gesichert ist«, erklärte der kürzlich neu
gewählte Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Nieke. »Das
Werk Untertürkheim bleibt Hauptstandort für Entwicklung
und Produktion von Motoren, Achsen und Getrieben der
Mercedes-Benz-Pkw.«
»Das ist eher eine Absichtserklärung als eine verbindliche und einklagbare Vereinbarung«, erklärte der Betriebsrat Michael Clauss am Freitag auf jW-Nachfrage. Zumindest aber sei festgelegt, daß die direkt von der C-Klasse-Verlagerung betroffenen Arbeitsplätze – zurzeit sind 70 bis 80 Arbeiter in der Fertigung von Achsen für dieses Modell tätig – vollständig ersetzt werden. Zudem wollen Betriebsrat und Werkleitung im kommenden Jahr darüber sprechen, welche alternativen Antriebstechniken künftig in Untertürkheim produziert werden könnten. Da der Betriebsrat keine Zugeständnisse gemacht und – anders als in Sindelfingen – seine Mitwirkung bei der Effizienzsteigerung nicht zugesagt habe, sei die getroffene Vereinbarung akzeptabel, meinte Clauss.
Erhebliche Kritik gibt es allerdings an der in der vergangenen Woche für Sindelfingen getroffenen Vereinbarung. Denn diese schließt zwar betriebsbedingte Kündigungen in dem größten Daimler-Werk bis Ende 2019 aus, läßt die anderen Werke aber außen vor. Untertürkheim beispielsweise habe als Motoren- und Komponentenwerk aufgrund der Abkehr vom Verbrennungsmotor ein »sehr viel existenzielleres Problem«, so Clauss. »Man hätte den Schwung der Auseinandersetzung um die C-Klasse durchaus dafür nutzen können, um auch in diesen Fragen weiter zu kommen.« (dab)
»Das ist eher eine Absichtserklärung als eine verbindliche und einklagbare Vereinbarung«, erklärte der Betriebsrat Michael Clauss am Freitag auf jW-Nachfrage. Zumindest aber sei festgelegt, daß die direkt von der C-Klasse-Verlagerung betroffenen Arbeitsplätze – zurzeit sind 70 bis 80 Arbeiter in der Fertigung von Achsen für dieses Modell tätig – vollständig ersetzt werden. Zudem wollen Betriebsrat und Werkleitung im kommenden Jahr darüber sprechen, welche alternativen Antriebstechniken künftig in Untertürkheim produziert werden könnten. Da der Betriebsrat keine Zugeständnisse gemacht und – anders als in Sindelfingen – seine Mitwirkung bei der Effizienzsteigerung nicht zugesagt habe, sei die getroffene Vereinbarung akzeptabel, meinte Clauss.
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Erhebliche Kritik gibt es allerdings an der in der vergangenen Woche für Sindelfingen getroffenen Vereinbarung. Denn diese schließt zwar betriebsbedingte Kündigungen in dem größten Daimler-Werk bis Ende 2019 aus, läßt die anderen Werke aber außen vor. Untertürkheim beispielsweise habe als Motoren- und Komponentenwerk aufgrund der Abkehr vom Verbrennungsmotor ein »sehr viel existenzielleres Problem«, so Clauss. »Man hätte den Schwung der Auseinandersetzung um die C-Klasse durchaus dafür nutzen können, um auch in diesen Fragen weiter zu kommen.« (dab)
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