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19.12.2009
- → Aktion
Web-Bolschewismus
Foto: www.sxc.hu/Montage: jW
Die Betreiber der deutschen großen Printhäuser fluchen:
Der Kulturbolschewismus beherrscht die Szene, zumindest im
Internet. So hat sich diese Woche Springer-Vorstand Mathias
Döpfner in scharfer Form gegen die Forderung gewandt, nur
Gratisinhalte im Internet anzubieten. Dies seien »abstruse
Phantasien von spätideologisch verirrten
Webkommunisten«. Daß journalistische Angebote online
fast ausschließlich kostenlos verbreitet werden, hält
Döpfner für verfehlt, wird mitgeteilt: »Diesen
Unsinn haben leider mehr als ein Jahrzehnt alle Verlage der Welt
betrieben. Wir waren nicht groß genug, um diesen Wahnsinn
allein zu stoppen«, klagt Döpfner im Gespräch mit
dem manager magazin.
Alle Verlage der Welt? Der Verlag 8. Mai GmbH ist einer der ersten, der seine Tageszeitung junge Welt online gestellt hat und über Inhalte Überschüsse erwirtschaftet. Auch für unsere Leserinnen und Leser hat das viele Vorteile: So haben nicht wenige von der Existenz dieser Zeitung erst durch ihre Recherchen im Internet erfahren. Unsere Printabonnenten können sich einen ersten Überblick verschaffen, bevor die gedruckte Ausgabe im Briefkasten liegt. Für Internet- wie für Printleser stellt unsere Netzausgabe weitere Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung, die Sie über ein Online-Probeabo bis zum 31. Dezember testen können. Wir erhoffen uns von dieser Aktion, daß auch Sie erkennen, daß ein jW-Internetabo eine sinnvolle Ergänzung zum Printabo (oder Kioskkauf) darstellt.
Warum sind aber ausgerechnet Webkommunisten diejenigen, die den bereitgestellten Inhalt nicht gratis anbieten? Ganz einfach deshalb, weil durch unsere Arbeit Kosten entstehen, die bezahlt werden müssen. Ansonsten verbietet man über simple Markt- und Wirtschaftsgesetze das weitere Erscheinen der jW. Und wenn diese Kosten nicht jene übernehmen, die die junge Welt nutzen, wird das auch kein anderer tun. Deshalb bitten wir alle, egal ob sie die jW digital oder gedruckt lesen, um ein Abonnement. Warum gelingt es aber Döpfners Springer-Konzern trotz überragender Marktstellung nicht, im Internet mit Inhalt Überschüsse zu erwirtschaften? Weil ähnlicher Krempel im Netz zuhauf kostenlos angeboten wird. Kennt Döpfner simple Marktgesetze nicht mehr?
Wenn wir den Kommunismus endlich haben, dann wird es die junge Welt gratis geben. Im Moment sind wir eben nicht groß genug, den Marktwahnsinn zu stoppen.
Alle Verlage der Welt? Der Verlag 8. Mai GmbH ist einer der ersten, der seine Tageszeitung junge Welt online gestellt hat und über Inhalte Überschüsse erwirtschaftet. Auch für unsere Leserinnen und Leser hat das viele Vorteile: So haben nicht wenige von der Existenz dieser Zeitung erst durch ihre Recherchen im Internet erfahren. Unsere Printabonnenten können sich einen ersten Überblick verschaffen, bevor die gedruckte Ausgabe im Briefkasten liegt. Für Internet- wie für Printleser stellt unsere Netzausgabe weitere Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung, die Sie über ein Online-Probeabo bis zum 31. Dezember testen können. Wir erhoffen uns von dieser Aktion, daß auch Sie erkennen, daß ein jW-Internetabo eine sinnvolle Ergänzung zum Printabo (oder Kioskkauf) darstellt.
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Warum sind aber ausgerechnet Webkommunisten diejenigen, die den bereitgestellten Inhalt nicht gratis anbieten? Ganz einfach deshalb, weil durch unsere Arbeit Kosten entstehen, die bezahlt werden müssen. Ansonsten verbietet man über simple Markt- und Wirtschaftsgesetze das weitere Erscheinen der jW. Und wenn diese Kosten nicht jene übernehmen, die die junge Welt nutzen, wird das auch kein anderer tun. Deshalb bitten wir alle, egal ob sie die jW digital oder gedruckt lesen, um ein Abonnement. Warum gelingt es aber Döpfners Springer-Konzern trotz überragender Marktstellung nicht, im Internet mit Inhalt Überschüsse zu erwirtschaften? Weil ähnlicher Krempel im Netz zuhauf kostenlos angeboten wird. Kennt Döpfner simple Marktgesetze nicht mehr?
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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Dietmar Koschmieder
