-
03.12.2009
- → Ausland
Peru: Ethnie vom Aussterben bedroht
Lima. Die Regierung von Peru hat gestern den Gesundheitsnotstand
ausgerufen. Grund für die Maßnahme ist eine
Hepatitis-B-Epidemie, die die indigene Ethnie der Kandozi-Shapra
aus der Amazonas-Provinz Datem del Marañón in ihrer
Existenz bedroht. Die Entscheidung wurde während eines
Treffens zwischen dem Gesundheitsminister Oscar Ugarte und dem
Sprecher der Kandozi-Shapra, Venancio Ukama, bekanntgegeben. Zuvor
hatte dieser den peruanischen Gesundheitsbehörden
jahrzehntelange Nachlässigkeit im Umgang mit der Krankheit
vorgeworfen und vor dem Aussterben der Ethnie gewarnt. Die
Krankheit sei in den 1990er Jahren ausgebrochen, als ein
Öl-Konzern die Gegend erforscht habe, so Ukama.
(PL/AFP/jW)
(PL/AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland