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Antifaschist Gino A. soll ausgeliefert werden
Paris. Das Berufungsgericht in Paris hat am Mittwoch beschlossen, dass der albanische Antifaschist Gino A. nach Deutschland abgeschoben werden soll. Er hat drei Tage Zeit, um Einspruch einzulegen. Wie das ND berichtet, wird ihm im Rahmen des sogenannten Budapest-Komplexes vorgeworfen, sich im Februar 2023 beim jährlichen »Tag der Ehre« in Budapest an einem Angriff auf Faschisten beteiligt zu haben. Die ungarische Staatsanwaltschaft weitet den Vorwurf sogar auf versuchten Totschlag aus und droht mit bis zu 24 Jahren Haft.
Nachdem er 2024 in Finnland mittels eines europäischen Haftbefehls zunächst festgenommen worden war, floh Gino A. nach Frankreich. Dort wurde er ebenfalls verhaftet. Das Pariser Gericht hatte die Auslieferung bisher jedoch abgelehnt und Gino A. freigelassen, da von seiten Ungarns eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention befürchtet wurde. Der aktuelle Beschluss folgte auf einen neuen EU-Haftbefehl der deutschen Staatsanwaltschaft, der im Dezember zu seiner erneuten Festnahme führte. (jW)
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