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Ohnesorg-Schütze vor Amtsgericht

Berlin. Der ehemalige Westberliner Polizeibeamte und MfS-Agent Karl-Heinz Kurras muß sich ab 13. November vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen illegalen Waffenbesitzes verantworten. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, wurde bei einer Durchsuchung am 12. Juni in der Spandauer Wohnung des 81jährigen ein geladener Revolver gefunden, für den Kurras keine behördliche Erlaubnis besaß. Die Polizisten entdeckten zudem 165 weitere Patronen und einen sogenannten Totschläger. Bei unerlaubtem Waffenbesitz drohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Kurras hatte von 1955 bis 1967 für das DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) die Westberliner Polizei ausspioniert. Nachdem er am 2. Juni 1967 bei einer Demonstration gegen den persischen Schah den Studenten Benno Ohnesorg erschossen hatte, war er »abgeschaltet« worden. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.11.2009, Seite 4, Inland

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