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Boykott angedroht

Äthiopiens Regierungschef Meles Zenawi wird beim UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen die afrikanische Delegation leiten. In der vergangenen Woche hat Zenawi mit einem Boykott der Großveranstaltung gedroht, sollten die afrikanischen Interessen dort nicht angemessen berücksichtigt werden. »Wir werden alle Verhandlungen verlassen, sollte sich abzeichnen, daß sie zu einer weiteren Vergewaltigung des Kontinents führen könnten«, sagte Zenawi auf der bislang größten afrikanischen Vorbereitungskonferenz für den Gipfel, die am Freitag in Addis Abeba endete. Im UN-Bericht »Climate Change and its Possible Security Implications« werden Afrika Wasserknappheit, rückläufige Ernten, fortschreitende Wüstenbildung und eskalierende Konflikte prognostiziert. Angesichts dessen hält Hawa Sow, Expertin für afrikanische Klimapolitik bei der Umweltstiftung WWF, Zenawi Boykottandrohung für angemessen. Ein ungenügendes Abkommen sei schlechter als keines, unterstrich sie in Addis Abeba. (ips/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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