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AOK stoppt Gesundheitskarte

Düsseldorf. Die für November geplante Auslieferung der elektronischen Gesundheitskarte in Nordrhein-Westfalen ist von der AOK Rheinland/Hamburg vorerst gestoppt worden. Vorstands­chef Wilfried Jacobs forderte am Mittwoch in Düsseldorf gegenüber der Nachrichtenagentur AFP »Klarheit von Union und FDP«. Laut Koalitionsvertrag sollen zunächst die Erfahrungen aus den Testregionen ausgewertet werden. Erst danach werde über das weitere Vorgehen entschieden.

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) begrüßten den Auslieferungsstopp der »E-card« durch die AOK. Sie fordern das endgültige Aus für das Projekt. »Die geschätzten Kosten zur Einführung der Gesundheitskarte in Höhe von bis zu sieben Milliarden Euro werden an anderer Stelle im Gesundheitssystem dringend gebraucht«, so Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2009, Seite 5, Inland

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