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29.10.2009
- → Inland
EU prüft Berliner S-Bahn-Vertrag
Brüssel. Die EU-Kommission hat mitgeteilt, daß sie mit
der Prüfung einer Beihilfebeschwerde gegen den Berliner Senat
wegen des Verkehrsvertrages mit der Berliner S-Bahn begonnen habe.
Das erklärte die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen
im Berliner Abgeordnetenhaus, Claudia Hämmerling, am Mittwoch
in der Hauptstadt. Der 2004 abgeschlossene Vertrag beinhaltet die
Direktvergabe des S-Bahn-Betriebs an die Berliner
Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn. Die EU-Kommission
könnte die Vereinbarung für nichtig erklären, da die
bei einer Direktvergabe notwendigen Bedingungen nicht erfüllt
wurden. So stellen die Zuschüsse des Landes Berlin an die
S-Bahn nach Einschätzung der Grünen eine laut
EU-Beihilferecht verbotene Überkompensation dar. Von 232
Millionen Euro Zuschüssen verbuchte das Unternehmen 2008 56
Millionen als Gewinn, bis 2010 sollte dieser sogar auf 125
Millionen Euro erhöht werden. Die wegen dieser Renditeziele
vorgenommenen »Sparmaßnahmen« führten in
diesem Sommer zur weitgehenden Einstellung des S-Bahn-Verkehrs
aufgrund sicherheitsrelevanter Wartungsmängel. (jW)
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