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SPD und Linke gegen Studiengebühren

Potsdam. Die angestrebte »rot-rote« Koalition in Brandenburg wird weiter auf die Einführung von Studiengebühren verzichten. Von Kürzungen werde zudem der Bereich Wissenschaft ausdrücklich ausgenommen, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Montag in Potsdam nach der dritten Runde der Koalitionsverhandlungen von SPD und Linkspartei. Darüber hinaus solle die Bezahlung studentischer Hilfskräfte klarer geregelt werden und jeder erfolgreiche Absolvent eines Bachelor-Stu­diengangs die Chance auf ein Masterstudium erhalten, sagte der SPD-Landeschef weiter. Da »auf vielen Feldern restriktiv herangegangen werden muß«, sei das nicht selbstversändlich, so Platzeck. Die sogenannten Leistungs- und Begabungsklassen an 35 Gymnasien sollen programmgemäß zum Abschluß geführt werden. Es sei aber offen, ob nach dem Auslaufen nach fünf Jahren neue Spezialklassen eingerichtet werden. Die Spezialklassen waren 2007 auf Druck der damals mitregierenden CDU an bis zu 35 Standorten eingeführt worden. Dabei besuchen besonders begabte Schüler bereits ab der fünften, statt ab der siebten Klasse ein Gymnasium.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.10.2009, Seite 5, Inland

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