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20.10.2009
- → Inland
Türken als Terroristen angeklagt
Karlsruhe/Düsseldorf. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen
zwei mutmaßliche Mitglieder einer in der Türkei
agierenden »linksterroristischen Gruppierung« erhoben.
Wie die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte, wird
den Türken Mitgliedschaft in einer ausländischen
terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Der 40jährige Ahmet
I. und der 36jährige Cengiz O. sollen hochrangige
Führungsfunktionäre der Revolutionären
Volksbefreiungsfront (DHKP-C) gewesen sein, einer Vereinigung, die
von der Europäischen Union als terroristisch eingestuft
wird.
Seit Mai 2002 hätten sie für die DHKP-C mindestens 320000 Euro beschafft und neue Mitglieder und Unterstützer der Gruppe rekrutiert, so der Vorwurf. Die Beschuldigten waren im November 2008 im Raum Köln festgenommen worden.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 bis in die jüngste Vergangenheit habe die Gruppierung in der Türkei zahlreiche Menschen getötet sowie eine Vielzahl von Brand- und Sprengstoffanschlägen verübt, zu denen sie sich jeweils öffentlich bekannt hat, berichtete ddp. Ziel der DHKP-C sei es, den türkischen Staat durch einen »bewaffneten Kampf« zu beseitigen und ein von ihnen kontrolliertes Regime aufzubauen. (ddp/jW)
Seit Mai 2002 hätten sie für die DHKP-C mindestens 320000 Euro beschafft und neue Mitglieder und Unterstützer der Gruppe rekrutiert, so der Vorwurf. Die Beschuldigten waren im November 2008 im Raum Köln festgenommen worden.
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Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 bis in die jüngste Vergangenheit habe die Gruppierung in der Türkei zahlreiche Menschen getötet sowie eine Vielzahl von Brand- und Sprengstoffanschlägen verübt, zu denen sie sich jeweils öffentlich bekannt hat, berichtete ddp. Ziel der DHKP-C sei es, den türkischen Staat durch einen »bewaffneten Kampf« zu beseitigen und ein von ihnen kontrolliertes Regime aufzubauen. (ddp/jW)
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