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Siemens: Kronzeuge bleibt straffrei

Brüssel. In der Affäre um ein Kartell in der Energiebranche kommt Siemens straffrei davon. Der Konzern profitiere von einer Kronzeugenregelung, weil er auf das wettbewerbswidrige Verhalten hingewiesen habe, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Anders als die sieben weiteren beteiligten Transformatorenbauer muß das deutsche Unternehmen trotz seiner Beteiligung am Kartell keine Geldbuße zahlen. Die anderen Firmen aus Europa und Japan werden mit Bußen von insgesamt 67,6 Millionen Euro zur Kasse gebeten.

Die Unternehmen haben den Angaben zufolge zwischen 1999 und 2003 mündliche Absprachen zur Marktaufteilung getroffen. Entsprechend hätten europäische Mitglieder des Kartells keine Transformatoren nach Japan liefern dürfen und die japanischen nicht nach Europa.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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